Hochschule Würzburg-Schweinfurt:: FHWS

Institut Rettungswesen, Notfall- und Katstrophenmanagement (IREM)

Prof. Dr. Peter Bradl
Eisentrautstr. 2
91126 Schwabach

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16.06.17 | Aktuelle Meldungen

IREM begleitet Großübung beim Medizinischen Kranken-Transport – MKT e.V.

IREM-Leiter Prof. Bradl bei der Großübung

Von links: Gesamtplanungs- und Umsetzungsverantwortliche Thomas Bayerl und Stephan Höllmüller (nicht im Bild), Bernhard Grau (Gesamtverantwortlicher) und Prof. Dr. Peter Bradl (IREM)

Im vergangenen Jahr war Prof. Bradl als Beobachter zur alljährlichen Großübung des Medizinischen
Krankentransport – MKT e. V. in der Nähe von Rosenheim vor Ort. Für die diesjährige Großübung unter dem Namen „Techno2017“ traten die Organisatoren bereits im Oktober 2016 an die Leitung des Instituts für Rettungswesen, Notfall- und Katastrophenmanagement – IREM heran, mit dem Ziel, bez. der Auswertbarkeit der Übungssequenzen zu begleiten und Strukturen und Vorgaben zu schaffen, damit die Teilnehmenden Rückmeldungen zu ihrer jeweiligen Leistung im Szenario erhalten können. Hierzu wurden bereits zu Jahresbeginn Gespräche geführt, gefolgt von einem Abstimmungstermin beim MKT e. V. in München im ersten Quartal 2017.
Die Großübung mit 45 Szenarien fand vom 9.-11. Juni 2017 im Landkreis Rosenheim statt. Der MKT e. V. ist Mitglied im Medizinischen Katastrophenhilfswerk Deutschland e. V., weswegen als Ausgangspunkt für die Vielzahl der Szenarien das MHW-eigene Übungsgelände in Eisenbartling diente. Ziel der Übung war, die aktuell diskutierten Herausforderungen an Einsatzstellen und die Zusammenarbeit möglichst vieler Akteure der Rettungskette entlang des integrierten Hilfeleistungssystems zu üben und mögliche Schwachstellen für den Ernstfall zu identifizieren. Die Liste der beteiligten Rettungskräfte erstreckte sich daher von Feuerwehr und Polizei über den Rettungsdienst bis hin zur Luftrettung. Sogar ein eigenes Übungskrankenhaus mit Schockraum, besetzt durch Ärzte und weiteres medizinisches Fachpersonal aus Notaufnahmen wurde integriert. Wie im Realeinsatz waren alle erforderlichen Kommunikationsstrukturen eingebunden, sodass auch eine Integrierte Rettungsleitstelle (ILS) nicht fehlte. Insgesamt waren über 400 Einsatzkräfte und eine Vielzahl an Beobachtern und unzählige Mimen gefordert, die verschiedenen Lagen abzubilden, abzuarbeiten und zu bewerten. Die Größenordnung dieser Übung erlaubt, auch Führungskräfte angemessen einzusetzen und deren Entscheidungen im Rahmen strukturierter Nachbesprechungen zu hinterfragen. Höhepunkt waren erneut die Großschadenslagen – hier ein Verkehrsunfall mit einem Schienenfahrzeug, bei dem die Zusammenarbeit der Kräfte auf eine besondere Probe gestellt wurde.

Seitens des MKT wie auch der Leitung des Instituts wurde die Beteiligung des IREM als erfolgreich angesehen und vereinbart, in 2018 noch enger und intensiver – diesmal bereits bei der Gestaltung einzelner Übungsszenarien – zu kooperieren. Darüber hinaus sollen kleine Schulungssequenzen für das medizinische Fachpersonal im Übungskrankenhaus integriert werden.